trollio4 - 17. Feb, 00:35
trollio4 - 16. Feb, 20:57
julien weilt in seiner dachkammer, nackend, ermattet vom so_sein und vom da_sein.
unterm dach zwei tauben in anmutigem gespräch, weiber offensichtlich, dem geschnatter nach, denkt julien, so nackend in seiner dachkammer.
drunten in der stube die magd:
nächtens dem herrn julien im bette zu diensten,
nun aber fleißig in küche und keller.
julien erwägt, heut die magd zu schwängern, denn dies ist los und schicksal der magd an sich, denkt sich julien, wohlig erregt und nackend, in seiner dachkammer.
julien wird nun einnicken in wohliger vorlust,frühabends dann noch der wirtsstube zu auf einen coq au vin, auf daß das gemächte kräftiglich werken möge.
so, meine magd, ist julien, dein herr.
trollio4 - 16. Feb, 14:28
trollio4 - 15. Feb, 19:28
trollio4 - 15. Feb, 19:27
...imbettwarmenweibe
dadrangzumhimmelhoch
einglücklicherlobgesang
beider
trollio4 - 15. Feb, 19:08
trollio4 - 11. Feb, 22:55
stiller abend heut im quartier in der saarbrückener marienstraße.
juliens nachbarn sind ausgeflogen.
in pierres lokal nur drei einsame vögel, julien kann von seinem fenster in die brasserie hineinsehn.
heike und petra waren hier mit einer flasche cognac und einer straßburger gänseleberpastete, ein baguette fand sich noch in der weitgehend geleerten speisekammer.
claire ist im cinema und will noch vorbeikommen auf ein schlückchen,aber wer weiß, wann und ob das sein wird, claire ist in höchstem maß launisch, mal so, dann mal so.
julien sitzt auf gepacktem trolly, wäsche, hausrat und handbibliothek sind bereits voraus auf schiene.
morgen letzter besuch bei heike, es wird tränen geben müssen, sagt julien zu sich selber, tränen, ja, und nicht allzuwenige.
dann noch zwei termine in der stadt und vielleicht trifft julien noch die elegante dame von letzthin im jazzkonzert, es gilt, ein angebot zu besprechen.
morgen abend zum zug, eine nachtfahrt in den osten von Ö.
dann wird saarbrücken geschichte sein.
trollio4 - 11. Feb, 22:40
Wenn schon Untergang, dann möchte man doch wenigstens dabei gewesen sein.
(Thomas Mann)
trollio4 - 11. Feb, 20:14
trollio4 - 11. Feb, 15:50
trollio4 - 11. Feb, 14:59
trollio4 - 11. Feb, 14:26
letzte arbeiten hier im saarbrückner back_office.
pjotr ist bereits fort nach leningrad.
julien reist gegen die wochenmitte mit pjotrs sohn bis nach linz und dann wieder nach wien und in die steiermark.
wird ein fröhliches wiedersehn geben
mit allerlei lustigen weibspersonen.
einer wie julien fehlt vielen huren&madonnen.
gegen 9 uhr date mit heike und elvira, das wird ein heulen und zähneklappern sein, meint julien und er meint es ernst.
nun aber ganz gegen vernunft und gewohnheit ein mortadella_sandwich und eine dose guiness, der körper ist auch nur ein mensch, meint julien und er meint es ernst.
ah, wie unvergleichlich dieser guiness_schaum den schnabel netzt und auch das aberwitzige zünglein, sagte heike unlängst zur nacht und vergrub sich ganz und gänzlich in juliens seelenarchitektur und sie meinte es ernst, glaubt julien bemerkt zu haben.
julien guckt nebenher CNN und er meint es ernst damit.
trollio4 - 11. Feb, 02:32
reden ist besser als im falschen film zu sein (irgendwo gelesen)
einem Menschen, Gleichdenker, Mitstreiter, Lebensbegleiter, gegenüber zu sitzen, nicht merken wie die Zeit vergeht, wachsende Gespräche im Gedankenaustausch, von hier nach da, sprühende Erzähllust zu Wissensdurst, von lachend zu weinend, von bewundernd zu gleichend. Fliessende Themenwechsel. Im Reden weiterkommen, ausdenken, erkennen, verstehen.
Das sind die Freundschaften die im Himmel beschlossenen werden und die wir hier wiederfinden.
currylady.twoday.net - 6. Feb, 10:22
ach, seufzt julien, der schlaflosigkeit überdrüssig.
ach, eilt herbei, ihr mägde!
ruft julien und entsteigt dem einschichtigen bettgestell.
in der kammer regen sich die mägde.
nachtgewänder rascheln, es tuscheln die mägde; sie scherzen.
nun erscheinen sie zum diktat.
julien im herrscher_sessel.
er diktiert den mägden die obliegenheiten der kommenden zeit.
dann gehn die mägde wieder zu bette.
julien spricht ein kurzes, ahnungsvoll_violett getöntes fluchgebet und pflegt bis ins morgengrau seine unrast.
das ist so ein nacht für singles wie meinereiner.
schlaf übertaucht.
heimweh.
am telephon mit dem herzlieb über sehnsucht geredet.
mönchisches leben, seit julien aus Ö weggefahren ist.
abgründige lust auf herzlieb_fleisch.
gusto auf weißwein, fast wie ein schwangeres weib.
guck 3sat, einfach so irgendwie tangential.
die kätzin will noch ein häppchen,
soll sie kriegen in gottes namen, eine dose fisch ist noch da, thunfisch naturel,auf den fliegt sie, die kätzin josephine.
was wohl beatrix macht, drei straßen weiter?
ich seh noch licht in ihrer mansarde.
und petra in N.?
schon seit tagen nichts mehr gehört und gesehn.
gegen 11 soll ich pjotr treffen wegen ticket nach salzburg.
lisi hüllt sich nach wie vor in ein seltsames schweigen, hinter dem sich eine tiefe seins_qual zu verbergen scheint.
jetzt ist das letzte viertel weiß fällig.
und dazu eine kleine portion mortadella,
so gänzlich und gar unvernünftig, aber köstlich.
sollte julien mit dem rest von welt auf der gasse rumhopsen, weibs_ und guinesstrunken?
im morgengrauen die nähere bedeutung dieses wortes erfahren?
julien entscheidet sich für NEIN.
heut morgen fanden schulkinder an einem bahnübergang einen weibskopf.
sie schrieen laut auf und die polizei erschien.
dann kam der körper des kopfes zutage.
alles war unter den lokalzug nach mannheim geraten.
die polizei deckt das geköpfte weib und dessen kopf zu.
die hand vergessen sie zuzudecken.
sie ragt totenweiß empor und winkt allen zu.
so beginnt heut morgen der fasching.
der regen macht butzenscheiben aus dem glas meiner fenster, kommt es julien jählings in den sinn.
manche tropfen rinnen ab, streifen andre, zerfließen, ein kommen,
ein gehen.
julien zündet die nespresso_engine.
kätzin joséphine räkelt sich zu meinen füßen.
bald bekommt sie eine dose fisch.
und julien?
das wissen die göttinnen.
gibt es spezielle abendgedanken?
oder denkt mann/frau da dasselbe wie untertags?
julien sitzt im quartier bei einer tasse jasmintee,
weil morgen ist faschingdienstag und da könnte auf die leber eine gewisse attacke zukommen,daher muß wellness aufgebaut werden, denkt sich julien.
nebenbei guckt julien im tv RBB mit dem manfred krug.
heike bleibt über nacht bei pierre, ihrem ex.
dem gehts sauschlecht wegen seines tumors,der arme teufel.
ich geh mal unter die dusche und dann mal sehn, was der angebrochne tag noch bringen wird.
irrtümlich im damenklo ist julien.
irritierend die tampons im mistkübel und das gezwitschere aus den nebenkabinen.
es duftet nach chanel nr. 5.
julien lauscht ergriffen dem gepisse der damen.
auch hallen herbe fürze durch das gelaß.
jetzt aber nichts wie weg hier, denkt julien.
wieder in der außenwelt treibt es julien in eine buchhandlung.
dort wird er wieder mensch unter körpern sein.
übrigens braucht julien jetzt ein glas weißwein und ein mortadella_sandwich.
um 4 uhr schreie aus dem lift.
handies spielen allerlei musik,
keines klingelt.
eine feuerwehrsirene, kommt näher.
julien erhebt sich flugs von der matte, jalousie zur seite.
heike redet im schlaf von irgendwelchen skalpellen und tupfern.
was soll ich dazu sagen?
ich nehm ein guini zur brust, geh mal pinkeln und da ist heike munter und will allerlei gschichten machen.
naja.
es ereignet sich senile bettflucht.
julien geht aus dem haus hinein in den frühen morgen und begrüßt konrad, den hund von frau innerbichler.
dann fährt die erste straßenbahn vorüber.